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Website-Projekt „Lohnsteuerberatung Süddeutschland“

Diesmal geht mein Dank an Frau Andrea Ruopp von der Lohnsteuerberatung Süddeutschland, die mich mit dem Relaunch der Vereins-Website und der zusätzlichen Implementierung einer Mitgliederverwaltung beauftragt hat.

Für die Bearbeitung von Inhalten und zur Verwaltung der Mitglieder wurde das Content Management System (CMS) WordPress* gewünscht.

Bild: Ansicht Website 'lohnsteuerberatung-sueddeutschland.de' auf verschiedenen Gerätegrößen

Zum Verein Lohnsteuerberatung Süddeutschland selbst:

»Wir sind ein seit 1973 im Raum Süddeutschland tätiger Lohnsteuerhilfeverein. Wir betreuen jährlich 6000 Mitglieder in unseren 24 Beratungsstellen. Unsere Berater sind durch laufende Schulungen in der Lage Ihre individuellen Steuer-Spar-Möglichkeiten optimal auszuschöpfen. So konnte im Jahr 2014 durchschnittlich knapp 400 Euro pro Mitglied mehr Steuerrückerstattung erzielt werden, als der durchschnittliche Arbeitnehmer in Deutschland erhält. Und das schon ab 50 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr.«

Ziel bei der grafischen Anpassung war es unter anderem, die bestehende, bis dato statische Benutzeroberfläche, in eine flexible Darstellung auf allen sowohl fest installierten wie mobilen Endgeräten zu bringen. (responsiv)

Ergänzt wurde die One-Page*-Website dann noch um einen Google Maps-Abschnitt, der neuen Interessenten das Auffinden der nächstgelegenen Beratungsstelle ermöglicht.

Bild: Website 'lohnsteuerberatung-sueddeutschland.de' - Ansicht Desktop _ One-Page Section »Google Maps«

Doch die eigentliche Herausforderung bei diesem Projekt war die Benutzerverwaltung mit einer für jedes Mitglied getrennt zugänglichen Ordnerstruktur, zum Austausch von Steuerdokumenten. Hier musste auf zwei Ebenen gedacht und geplant werden. Ebene 1: ein Selbstverwaltungsbereich für die Berater, Ebene 2: eine Aufteilung der Mandanten nach ihrer jeweils zuständigen Beratungsstelle.

Im Rahmen einer kostengünstigen Projektplanung, habe ich mich in dem Fall für die kombinierte Anwendung von zwei WordPress*-Plugins (Programmerweiterungen) entschieden, und diese dann entsprechend den Vorgaben modifiziert.

Bild: Website 'lohnsteuerberatung-sueddeutschland.de' - Ansicht Desktop _ Page »Dateimanager«

Zu guter Letzt, möchte ich mich aber noch einmal ausdrücklich bei Frau Ruopp für die ebenso gut gelaunte wie konstruktive Zusammenarbeit bedanken. – So lieben wir Mediengestalter das 🙂.

Wenn Sie also in der Nähe von 71263 Weil der Stadt wohnen bzw. arbeiten und Hilfe bei der Lohnsteuer benötigen: von mir eine ganz klare Empfehlung ► lohnsteuerberatung-sueddeutschland.de


*Weblinks: WordPress | Was ist One-Page-Design?

 


Learning by Doing: das Preflight von InDesign II

(Teil 2 – Anwendung)

Nachdem ich im ersten Teil dieses Tutorials die Grundeinstellungen besprochen habe, geht es hier im zweiten Teil nun um die praktische Anwendung des Preflights und den damit – besonders für Anfänger – verbunden Nutzen zum Kennenlernen von InDesign.

Beitragsbild - InDesign Tutorial

Artikelübersicht


  1. Neues Dokument anlegen
  2. Preflight-Profil aktivieren
  3. Farbprofil zuweisen
  4. Preflight-Bedienfeld aufrufen
  5. Fehlerkorrektur ‚FARBE‘ > ‚Farbraum ist nicht zulässig‘
  6. Fehlerkorrektur ‚FARBE‘ > ‚Farbraum ist nicht zulässig‘ > verknüpfte Illustrator-Datei
  7. Fehlerkorrektur ‚FARBE‘ > ‚Farbraum ist nicht zulässig‘ > Textinhalte
  8. Fehlerkorrektur ‚BILDER und OBJEKTE‘ > ‚Probleme beim Anschnitt/Zuschnitt‘ > ‚Textrahmen‘
  9. Fehlerkorrektur ‚TEXT‘ > ‚Formatabweichung‘
  10. Fehlerkorrektur ‚TEXT‘ > ‚Problem mit der dynamischen Rechtschreibprüfung‘
  11. Fehlerkorrektur ‚TEXT‘ > ‚Schriftart nicht zulässig‘
  12. Fehlerkorrektur ‚TEXT‘ > ‚Nicht proportionale Schriftenskalierung‘
  13. Dokument nach PDF (Druck) exportieren

Wichtige Schritte vor dem Gestalten eines neuen Dokuments

Bevor du damit beginnst ein neues Dokument für den Druck anzulegen, empfiehlt es sich mit deiner Druckerei die Vorgaben für das Layout (Beschnittzugabe, Sicherheitsabstand, Linienstärke) und die Druckdaten (Dateiformat, Farbprofil) abzuklären.

Liegen alle Informationen vor, können diese sowohl bei der Anlage des neuen Dokuments als auch bei den Einstellungen für das Preflight, gleich mit berücksichtigt werden.

Workflow: Druckvorlage für eine Visitenkarte

Mit Ausnahme des Gestaltungsprozesses zeige ich dir im Folgenden den gesamten Arbeitsablauf für das Erstellen einer gebrauchsfähigen Druckdatei im PDF-Format.

Ich beginne damit, ein neues Dokument in InDesign mit den Layoutvorgaben 2 mm Beschnittzugabe (auch Anschnitt genannt), 3 mm Sicherheitsabstand und einer Linienstärke von mindestens 0,125 pt anzulegen. Die Standardmaße für eine Visitenkarte sind 85 x 55 mm.

1. Neues Dokument anlegen

InDesign | Neues Dokument anlegen - Bild 1

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InDesign | Neues Dokument anlegen - Bild 1: 'Datei' > 'Neu' > 'Dokument'

2. Preflight-Profil aktivieren

InDesign | Preflight-Profil aktivieren - Bild 1

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InDesign | Preflight-Profil aktivieren - Bild 1

3. Farbprofil (bei Druckerei erfragen! – Vorgabe hier: »PSO Uncoated v3 (FOGRA52)«) zuweisen

InDesign | Farbprofil zuweisen - Bild 1

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InDesign | Farbprofil zuweisen - Bild 1: 'Bearbeiten' > 'Profile zuweisen...'

4. Preflight-Bedienfeld aufrufen

InDesign | Preflight-Bedienfeld aufrufen - Bild 1

Bild 1 von 3

InDesign | Preflight-Bedienfeld aufrufen - Bild 1

5. Fehlerkorrektur ‚FARBE‘ > ‚Farbraum ist nicht zulässig‘ > ‚Rechteck‘

InDesign | Fehlerkorrektur 'FARBE' > 'Farbraum ist nicht zulässig' > 'Rechteck' - Bild 1

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InDesign | Fehlerkorrektur 'FARBE' > 'Farbraum ist nicht zulässig' > 'Rechteck' - Bild 1: Auswahl fehlerhaftes Objekt (grüner Pfeil) durch Klick auf Seitennummer (gelber Pfeil); Problem und Lösungsweg werden im Bereich 'Informationen' (gelbe Umrandung) angezeigt

6. Fehlerkorrektur ‚FARBE‘ > ‚Farbraum ist nicht zulässig‘ > verknüpfte Illustrator-Datei

InDesign | Fehlerkorrektur 'FARBE' > 'Farbraum ist nicht zulässig' > verknüpfte Illustrator-Datei - Bild 1

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InDesign | Fehlerkorrektur 'FARBE' > 'Farbraum ist nicht zulässig' > verknüpfte Illustrator-Datei - Bild 1: Aktivierung fehlerhaftes Illustrator-Objekt

Hinweis für Adobe-Neulinge: Die auf der Arbeitsoberfläche von InDesign am rechten Bildschirmrand liegenden Bedienfelder sind in der Anordnung frei konfigurierbar; sodass ich nicht davon ausgehe, dass deine Einstellungen denen auf meinen Screenshots entsprechen. Du findest aber alle Bedienfelder genauso gut in der Menüleiste unter ‚Fenster‘.

7. Fehlerkorrektur ‚FARBE‘ > ‚Farbraum ist nicht zulässig‘ > Textinhalte

InDesign | Fehlerkorrektur 'FARBE' > 'Farbraum ist nicht zulässig' > Textinhalte - Bild 1

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InDesign | Fehlerkorrektur 'FARBE' > 'Farbraum ist nicht zulässig' > Textinhalte - Bild 1: Fehlerinfo (gelb) und Preflight 'Auf Symbole minimieren' (grün)

8. Fehlerkorrektur ‚BILDER und OBJEKTE‘ > ‚Probleme beim Anschnitt/Zuschnitt‘ > ‚Textrahmen‘

InDesign | Fehlerkorrektur 'BILDER und OBJEKTE' > 'Probleme beim Anschnitt/Zuschnitt' > 'Textrahmen' - Bild 1

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InDesign | Fehlerkorrektur 'BILDER und OBJEKTE' > 'Probleme beim Anschnitt/Zuschnitt' > 'Textrahmen' - Bild 1: Fehlerbeschreibung

9. Fehlerkorrektur ‚TEXT‘ > ‚Formatabweichung‘

InDesign | Fehlerkorrektur 'TEXT' > 'Formatabweichung' - Bild 1

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InDesign | Fehlerkorrektur 'TEXT' > 'Formatabweichung' - Bild 1: Fehlerbeschreibung > Da es sich hierbei um bewusst gewählte Formatabweichungen handelt, werden diese natürlich nicht gelöscht, sondern nachfolgend als eigenständige Absatzformate festgelegt.

10. Fehlerkorrektur ‚TEXT‘ > ‚Problem mit der dynamischen Rechtschreibprüfung‘

InDesign | Fehlerkorrektur 'TEXT' > 'Problem mit der dynamischen Rechtschreibprüfung' - Bild 1

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InDesign | Fehlerkorrektur 'TEXT' > 'Problem mit der dynamischen Rechtschreibprüfung' - Bild 1: Fehlerbeschreibung

11. Fehlerkorrektur ‚TEXT‘ > ‚Schriftart nicht zulässig‘ > ‚Lato Regular‘ (verwendete Schriftart)

InDesign | Fehlerkorrektur 'TEXT' > 'Schriftart nicht zulässig' > 'Lato Regular' (verwendete Schriftart)

»Typekit-Schriften werden von InDesign aus Lizenzgründen nicht mitverpackt.
[…]
Beim Verpacken[1] von InDesign-Dateien werden benutzte Schriften mitverpackt (kopiert). So, dass Empfänger der verpackten Datei die benutzten Schriften auch haben. Nicht so bei Schriften, die über Typekit geladen wurden. Hier geht Adobe davon aus, dass Empfänger den Typekit-Dienst auch aktiv haben und sich InDesign die verwendeten Schriften automatisch von Typekit lädt.

Das geht so lange gut, wie Empfänger die Creative Cloud mit der Option Typekit nutzen und nicht mit CS6 arbeiten. Weil mit CS6 gab es Typekit noch nicht. Kannst du dies nicht sicherstellen, kann es sich lohnen, auf allfällig verwendete Tyepkit-Schriften hingewiesen zu werden.« (Quelle: Publishingblog.ch)

[1]»Der Befehl „Verpacken“ stellt sicher, dass alle Schriften und verknüpften Grafiken in Ihrer Adobe InDesign CC-Datei verfügbar sind, wenn Sie sie an eine Druckerei senden. Er erstellt außerdem einen benutzerdefinierten Bericht mit sämtlichen für den Druck des Dokuments erforderlichen Informationen.« (Quelle: Adobe InDesign – Lernressourcen und Support)

Für den Export in das PDF-Format hat diese Fehlermeldung keine Bedeutung.

12. Fehlerkorrektur ‚TEXT‘ > ‚Nicht proportionale Schriftenskalierung‘

InDesign | Fehlerkorrektur 'TEXT' > 'Nicht proportionale Schriftenskalierung' - Bild 1

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InDesign | Fehlerkorrektur 'TEXT' > 'Nicht proportionale Schriftenskalierung' - Bild 1: Fehlerbeschreibung

13. Dokument nach PDF (Druck) exportieren

InDesign | Dokument nach PDF (Druck) exportieren - Bild 1

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InDesign | Dokument nach PDF (Druck) exportieren - Bild 1: 'Datei' > 'Exportieren...'

✱ »In Zielprofil konvertieren (Werte beibehalten) […] Damit stellen Sie sicher, dass alle RGB-Objekte in den Zielfarbraum des in der Option Ziel gewählten Profils konvertiert werden. Alle CMYK-Objekte – auch wenn Sie ein vom Dokumentprofil abweichendes ICC-Profil angehängt haben – werden hingegen nicht konvertiert.« (Quelle: “Adobe InDesign CC – Das umfassende Handbuch“)

Die Druckdatei ist somit fertiggestellt und bereit für den Upload oder die Übermittlung per E-Mail an die Druckerei deiner Wahl.

Aus Fehlern lernen

Ich glaube, treffender kann man den Vorteil aus der Anwendung des Preflights gar nicht beschreiben. Beachtet man nur die ausführlichen Fehlerinformationen ‚Problem: …‘, ‚Erforderlich: …‘ und ‚Lösung: …‘, so lernt man gleich während der Gestaltung, wie sich mit welchen Tools, aus einer grafischen Idee eine funktionierende Druckdatei anfertigen lässt.

Noch Fragen? Gerne!


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